Die alte Legende vom Mond stammt ebenfalls von einem indigenen Brasilianischen Stamm.

Der Mond ist bereits seit Urgedenken ein mystisches Symbol. Wen wundert es, wenn es von ihm auch Legenden gibt.

Deutsche Übersetzung Portugiesischer (br) Originaltext
Die Legende vom Mond A lenda da lua

Zu jenen Zeiten existierten noch keine Sterne oder Mond. Und die Nacht war so dunkel, dass sich alle in ihren Häuser niederkauerten, aus Angst vor ihr. Nur eine Indianerin im Stamm hatte keine Angst. Es war eine sehr schöne und hellhäutige Indianderin, aber sie unterschied sich von den anderen. Und weil sie anders war, wollte sich kein Indiander mit ihr einlassen und auch die Indianerfrauen sprachen nicht mit ihr. Weil sie alleine war, begann sie, in der Nacht nach draussen zu gehen. Alle waren deswegen überrascht und wenn sie jeweils zurück kam sagten sie allen, dass keine Gefahr bestand.  Daneben aber gab es eine andere Indianderin, hässlich und dunkelhäutig, welche neidisch auf die hellhäutige Indianerin war. Darum beschloss sie eines Nachts, ebenfalls nach draussen zu gehen. Weil sie jedoch in der Dunkelheit nichts sehen konnte, stolperte sie über die Steine, schnitt sich die Füsse an den Stöcken auf und erschrak ab den Fledermäusen. Voller Wut ging sie zur Klapperschlange und sprach mit ihr. “Klapperschlange, ich möchte, dass du in die Ferse der weissen Indianerin beisst, damit sie blind, hässlich und alt wird, so das sie niemand mehr mag. Zur selben Stunde legte sich die Kapperschlange auf die Lauer, um auf die helle Indianerin zu warten. Als sie vorbeikam, biss die Schlange zu.

Aber das Indiandermädchen war an den Füssen mit zwei Muscheln bekleidet und die Zähne der Schlage brachen deshalb ab. Die Schlange fing an sie zu verwünschen und das Indiandermädchen fragte, warum die Schlange ihr denn das antun wolle. Die Klapperschlange antwortete: “Weil die dunkle Indianderin mich geschickt hat. Sie mag dich nicht und wünscht sich, dass du blind, hässlich und alt wirst. Das weisse Indianermädchen wurde sehr traurig ob dem, was sie hörte. Sie konnte und wollte nicht mit Menschen leben, welche sie nicht mochten. Sie hielt es nicht mehr aus, sich von den anderen zu unterscheiden, weiss zu sein und in der Nacht keine Angst zu haben. Alsdann baute sie eine hübsche Leiter aus Lianen in der Hoffnung, dass ihre Freundin die Eule sie im Himmel aufnehmen möge. Sie kletterte hinauf und als sie oben ankam, war sie total entkräftet. Danach schlief sie auf einer Wolke ein und verwandelte sich in einen wunderschönen runden, leuchtenden Himmelskörper. So entstand der Mond. Die dunkle Indiandern jedoch schaute zu ihr hinauf und erblindete. Sie versteckte sich mit der Klapperschlange in einem Loch. Die Indianer jedoch bewunderten den Mond, der ihre Nächte nun aufhellte und sie träumten davon, eine weitere Leiter zu bauen, um in den Himmel zu gelangen und die schöne Indianerin treffen zu können.

Naquele tempo não existiam estrelas ou lua. E a noite era tão escura que todos se encolhiam dentro de casa com medo dela. Na tribo, só uma índia não tinha medo. Ela era uma índia clara e muito bonita, mas era diferente das outras. E por ser diferente, nenhum índio queria namorar com ela, e as índias não conversavam com ela. Sentindo-se só, começou a andar pelas noites. Todos ficavam surpresos com aquilo, e quando ela voltava, dizia a todos que não havia perigo. Mas havia outra índia, feia e escura, que ficou com inveja da índia clara. E por isso, tentou sair uma noite também. Mas não conseguiu enxergar na escuridão e tropeçou nas pedras, cortou os pés nos gravetos e se assustou com os morcegos. Cheia de raiva, foi conversar com a cascavel. – Cascavel, quero que morda o calcanhar da índia branca para que ela fique escura, feia e velha, e que ninguém mais goste dela. Na mesma hora, a cascavel se pôs a esperar a índia clara. Quando ela passou, deu o bote. Mas a índia tinha os pés calçados com duas conchas e os dentes da cobra se quebraram. A cobra começou a amaldiçoá-la e a índia perguntou porque ia fazer aquilo com ela. A cascavel respondeu: – Porque a índia escura mandou. Ela não gosta de você e quer que você fique escura, feia e velha. A índia branca ficou muito triste com tudo aquilo. Não poderia viver com pessoas que não gostassem dela. E não agüentava mais ser diferente dos outros índios, tão branca e sem medo do escuro. Então, fez uma linda escada de cipós e pediu para que sua amiga coruja a amarasse no céu. Subiu tanto, que ao chegar ao céu estava exausta. Então dormiu numa nuvem e se transformou num belíssim astro redondo e iluminado. Era a lua. A índia escura olhou para ela e ficou cega. Foi se esconder com a cascavel em um buraco. E os índios adoraram a lua, que iluminava suas noites, e sonharam em construir outra escada para poder ir ao céu encontrar a bela índia.

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