Mit seinen etwa 2,5 Kilometern ist der Weg von Tossa de Mar nach Santa Maria natürlich keine Wanderung im klassischen Sinne,
sondern kann eher als ausgedehnter Spaziergang bezeichnet werden.

Obschon er nicht Rollstuhlgängig ist und mindestens Turnschuhe getragen werden sollten – High Hills sind insbesondere im Bereich Tossa sind fehl am Platz –
stellt der Weg für den geübten Wanderer keine wirkliche Herausforderung dar.

 

Auf dem Weg von Tossa nach Sta. Maria entbieten sich dir ein wunderschönes Küstenpanorama.

Schön ist er jedoch allemal, hat man doch die Gelegenheit, in die Natur der Costa Brava einzutauchen, um deren wunderschöne und teilweise nach wie vor
ungezähmte Küste kennen zu lernen. Von Tossa her führt der Weg auf der Carrer del Portal an romantisch neben der Stadtmauer gelegenen Restaurants vorbei,
an deren Ende wir in den Carrer es Cars abbiegen.

 

 

Zu unserer linken Seite liegt der kleine Strand Platja d’es codolar, dessen Name er von seinen vom Meer
geformten Steine bekommen hat. Es war der alte Hafen von Tossa und wird auch heute noch vom einen oder anderen Fischer benutzt. Der lediglich etwa
80 Meter breite Strand ist äusserst Windgeschützt und je nach Wetterlage auch entsprechend belieb

 

 


Der Carrer es Cars steigt relativ schnell an und mündet in den Carrer Villa Romana, welche später zur Carrer Miramar (Meerblick) wird, deren Namen sie zu recht trägt, kann man doch von den meisten Orten aus die atemberaubende und in ihrer Art einzigartige Schönheit der Küste bewundern. Verschiedene Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein und an den meisten Orten bietet sich die Gelegenheit, sich hinzusetzen und die Aussicht wirklich zu geniessen. Dies hat zur Folge, dass die rund 100 Höhenmeter, welche man anfänglich zu überwinden hat, nicht als wirkliche Strapaze empfunden werden.

 

Später wird der Weg wirklich zu einem Spaziergang uns steigt sanft auf etwa 145 Meter bis Santa Maria de Llorell an




 

Alternierend zu der herrlichen Meersicht bietet sich einem die Gelegenheit, die Flora der katalanischen Küste etwas näher zu bewundern. Insbesondere die Korkeiche (Quercus suber), welche im 19. Jahrhundert noch der Reichtum von Tossa war, sind an vielen Orten präsent. So lebten anfangs des 20. Jahrhunderts noch etwa 40% der Bevölkerung von Tossa entweder direkt oder indirekt von der Korkeiche.

Dank seiner Rinde ist der Baum weitgehend feuerfest, was dazu führte, dass er Waldbrände jeweils relativ glimpflich überstand.

 

 

 

 

 


Der ganze Weg ist mit rot-weissen Markierungen (entweder mit Farbe an die Bäume gemalt, oder mit Plastik-Band) gekennzeichnet, so dass es praktisch unmöglich ist, sich zu verlaufen. Solange man den breitesten und gepflegtesten Weg wählt, kann eigentlich gar nichts schief laufen. Wählt man aus Versehen einer der etlichen links abfallenden Wege, hat dies zur Folge, dass man wieder umkehren muss, weil diese meistens immer schmaler werden und plötzlich enden.

Unterwegs entdeckt man verschiedene Hinweise, welche einem Gewissheit geben, noch auf dem Richtigen Weg zu sein. So findet sich ein Wegweiser mit der Inschrift „Cami Vell a Lloret“ (Alter Weg nach Lloret).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da Santa Maria irgendwo zwischen Tossa und Lloret liegt, kann somit davon ausgegangen werden, dass man sich noch auf dem richtigen Pfad befindet. Ebenfalls das orientalisch anmutende Gebäude vor dessen Toren ein Schild mit der Aufschrift „Gallines Perilloses“ (gefährliche Hühner) steht, verrät einem, sich noch nicht verirrt zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer jedoch die Hoffnung hegt, wirklich auf die gefährlichen Hühner zu stossen, wird vermutlich enttäuscht werden. «Schiins» (anscheinend) sollen sie existieren. Zu Gesicht bekommen hat sie jedoch noch keiner. Vermutlich sind sie sehr gut getarnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der gesamte Spaziergang dauert etwa drei viertel Stunden und in Santa Maria de Llorell angekommen wartet im Restaurant Can Vilas sicherlich bereits ein kühles Bier oder Mineralwasser auf seinen Käufer.